Die Fassade als Meisterstück

Grundsätzlich ist der Fassadenbau Thema des Architekten und der ausführenden Baufirmen. Und trotzdem liest man häufig, dass der Außenbereich eines Gebäudes in ein innenarchitektonisches Konzept mit einbezogen wird. Warum das so gemacht wird, liegt auf der Hand: Zum einen stellt die Wahl der richtigen Fassade in der heutigen Zeit eine große Herausforderung dar. Neben viel Erfahrung und Know-how ist durchaus Kreativität und Geschick gefragt. Außerdem muss die Fassade mit den bauphysikalischen Gegebenheiten oder anderen Bauelementen wie etwa der Dämmung oder der Unterkonstruktion kompatibel sein. So kommt es, dass die Fassade zu einem Berührungspunkt zwischen Architekt, Innenarchitekt bzw. Raumplaner und allen am Bau beteiligten Unternehmen wird. Zum anderen ist die richtige Fassade nicht nur wichtig, wenn es um Langlebigkeit und Sicherheit oder Nachhaltigkeit geht. Die Fassade ist es nämlich, die ein Gebäude nach Außen hin interessant machen kann. Die Fassade präsentiert ein Gebäude, verleiht ihm ein Image und haucht im Leben ein. Man könnte sagen, durch die Fassade gewinnt man den ersten Eindruck von einem Gebäude und der darin befindlichen Institution, Firma oder Familie. Wenn es sich also anbietet, ein innenarchitektonisches Projekt mit dem Auftrag der Fassadengestaltung zu kombinieren, wird kein Innenarchitekt die Chance, ein Vorzeigeprojekt umzusetzen, vorbei ziehen lassen.

Steht man nun tatsächlich vor der Aufgabe, eine passende „Bekleidung“ für ein Gebäude zu finden, sollte man sich gut über die unzähligen Möglichkeiten informieren. Was in letzter Zeit in Sachen Fassade auf der Hitliste ganz weit vorne zu finden war, sind sogenannte vorgehängte hinterlüftete Fassaden, deren besonderes Merkmal die konstruktive Trennung von Wärmeschutz und Witterungsschutz ist. Dadurch sind sie robust und langlebig. Wer gleichzeitig auf witterungs- und UV-beständige sowie farbechte Fassadentafeln setzt, ist im Fassadenbau am Puls der Zeit und am besten Weg, ein Vorzeigeprojekt umzusetzen. Ganz klar, dass hier nun wieder alle Beteiligten mit einander in Berührung kommen: Bauherr wie auch Baufirma, Architekt und Innenarchitekt.