Innarchitektur, Raumplanung, Design

Architektur, Innenarchitektur, Interieur Design, Raumplanung – eine Menge Begriffe für die Gestaltung unserer Lebens- und Wohnbereiche. Was ist was und vor allem wer macht was, dieser Frage soll hier auf den Grund gegangen werden, für all jene, die ihre Wohnung, ihr Haus oder ihr Büro in die Hände von Fachleuten geben wollen. Allen anderen sei dieser Blog ein kreativer Ansporn, in die Umsetzung zu gehen, den eigenen Lebensbereich individuell und hochwertig zu gestalten.

 

Architektur: Das Metier der Raumkünstler

Doch zuerst zur Begriffsklärung! Der Begriff Architekt kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Baukünstler“ oder „Baumeister“. Ein Architekt befasst sich laut wikipedia mit technischen und gestalterischen Planung und Errichtung von Gebäuden. Der Innenarchitekt plant und gestaltet Innenräume. Die Berufsbezeichnung Innenarchitekt ist genauso wie die Berufsbezeichnung Architekt in Deutschland geschützt. In Deutschland darf sich nur Architekt oder Innenarchitekt nennen, wer Mitglied einer Architektenkammer ist und dafür die notwendigen Voraussetzungen – ein abgeschlossenes Studium der Architektur sowie Berufserfahrung – mitbringt. Auch in Österreich ist die Berufsbezeichnung „Architekt“ geschützt, in der Schweiz beispielsweise aber nicht.

 

Raumplaner: Der Planer mit Studium

Beim Raumplaner wird es noch viel interessanter! Denn per Berufsbezeichnung ist ein Raumplaner ein Mensch, der sich um die „räumliche Entwicklung der … gebauten … Umwelt in einem bestimmten Gebiet“ kümmert. Ein Raumplaner erstellt also beispielsweise Pläne für Grünzonen beim Ausbau von Siedlungen oder wird beauftragt, wenn eine Stadt einen Stadtteil umgestalten muss, ein Ortsteil saniert werden soll und Ähnliches. Die Berufsbezeichnung „Raumplaner“ ist nicht geschützt, die Berufsbezeichnung „Stadtplaner“ jedoch schon. Um als Raumplaner arbeiten zu dürfen, wird ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt, um die Berufsbezeichnung „Stadtplaner“ führen zu dürfen, muss man so wie der Architekt in einer Liste der Architektenkammer eingetragen sein. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Genau diese feine Unterscheidung zwischen „Stadtplaner“ und „Raumplaner“ macht es aus, denn umgangssprachlich ist der Raumplaner ein Experte für Inneneinrichung und Innenausstattung. Dieser Begriff hat sich durchgesetzt und so wird auch die Kombination „Innenarchitekt und Raumplaner“ gerne verwendet. Auch verschiedenste Grafikprogramme und 3 D Tools, die sich mit Inneneinrichtung und Raumgestaltung befassen, werden gemeinhin „Raumplaner“ genannt. Und einen solchen digitalen Raumplaner, den kann man druchaus gebrauchen, wenn man sein zu Hause neu gestalten möchte!